Therapie bei Craniomandibulärer Dysfunktion Stuttgart

Was ist Craniomandibuläre Dysfunktion?

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist von der Definition her der Überbegriff für eine Fehlregulation des Kiefergelenks sowie der daran beteiligten Muskeln und Knochen (Ober- und Unterkiefer bzw. Schädel).

Das Kiefergelenk ist das am häufigsten genutzte Gelenk des Körpers und damit schnell überlastet. Zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne liegt eine Knorpelscheibe, ähnlich dem Meniskus im Knie. Man geht mittlerweile davon aus, dass mindestens 20% der Bevölkerung von behandlungsbedürftigen CMD-Symptomen betroffen sind. Gut ein Drittel knirscht und presst nachts mit den Zähnen, was Funktionsstörungen im Kausystem auslösen bzw. verstärken kann.

Anbei ein Bericht von Prof. Dr. Oesterreich (Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer):

https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b14/bruxismus_zaehneknirschen_cmd.pdf

Mögliche Ursachen für eine Craniomandibuläre Dysfunktion:

Das Kiefergelenk kann über lang andauernde Bissfehlstellungen, einen zahnärztlichen Eingriff oder auch ein Trauma, wie z.B. Sturz oder Schlag, gestört oder geschädigt werden. Weitere Auslöser sind oft Störungen der Kopfgelenke, Statik Veränderungen der Wirbelsäule (z.B. durch Skoliosen oder Beinlängendifferenzen), Verschiebungen des Beckens oder muskuläre Ungleichgewichte. Auch chronische psychische Anspannungen können zu Schädigungen führen.

Wie funktioniert Kiefergelenkstherapie:

Im Rahmen der Therapie erfolgt die manualtherapeutische Befundaufnahme und die Behandlung wird durch hochqualifizierte und spezialisierte Physiotherapeuten durchgeführt. Am Anfang der Behandlung steht eine lokale Untersuchung der muskulären, knöchernen und kapsulären Strukturen des Kiefergelenks sowie die Betrachtung der Statik und muskulären Ketten des gesamten Körpers. Neben sanften Massagetechniken und Manueller Lymphdrainage greift der Therapeut auf Techniken aus der Manuellen und der Craniosacralen Therapie zurück, um die Gelenke zu mobilisieren und die Symmetrie wiederherzustellen.

Die Erstellung eines individuellen Heimübungsprogramms dient der Wiederherstellung des muskulären Gleichgewichts.

Ihr Zahnarzt wird immer in die Therapie mit einbezogen. Unter Umständen kann er die Zahnhöhe oder eine Bissfehlstellung korrigieren. Manchmal kann das Anfertigen einer Bissschiene helfen um den Behandlungserfolg dauerhaft zu sichern.

Unser Spezialisten für Kiefergelenkstherapie:

Malte Wagner

Hannah Diehl

Stefanie Frank

Elmar Radzik